was – wie – warum

 

Warum die Vorlesereihe „Lies für Toleranz!“?

Seit fünf Jahren engagiert sich Der Deutsche Vorlesepreis für mehr und bessere Lesebildung und für die Liebe zum Buch. Dabei steht die Förderung des Vorlesens im Mittelpunkt. Denn Kindern, denen schon früh regelmäßig vorgelesen wird, lernen deutlich schneller und besser Lesen und Schreiben. Sie entwickeln eher eine innige Beziehung zum geschriebenen Wort als Kinder aus Familien, für die Bücher keine positive Bedeutung haben. Und schließlich sind im späteren Leben auch ihre Bildungs- und Berufschancen deutlich größer als die von Jugendlichen und Erwachsenen, denen Bücher fremd blieben.

2010 steht beim Deutschen Vorlesepreis das Vorlesen religiöser Texte, die sich an Kinder richten oder die von Kindern handeln, im Vordergrund. Denn bei allen kulturellen und religiösen Unterschieden in unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft sind doch alle Gruppen durch eine Herausforderung vereint. Antworten zu finden auf die existenziellen Fragen unserer Kinder: Gibt es einen lieben Gott? Wo war ich, bevor ich geboren wurde? Wenn ich sterbe, ist dann alles zu Ende? Warum sind wir auf der Welt?
 
Antworten auf diese Fragen zu geben und den Einzelnen darin zu unterstützen, für sich selbst und die Seinen dazu tröstliche Aussagen zu finden, gehört zu den Aufgaben jeder Religion und Kultur. Und deshalb eignet sich die Beschäftigung mit den Antworten der jeweils fremden Religion auch sehr gut dazu, Verständnis zu entwickeln für den Mitmenschen aus einer uns fremden Lebenswelt. Dafür werben wir!

Darum die Vorlesereihe „Lies für Toleranz!“ in der Zeit vom 2. September bis zum 8. Oktober 2010 in Köln!

 Im Rahmen von „Lies für Toleranz!“ lesen Gläubige öffentlich Texte ihrer Religion, die sich an Kinder und Erwachsene richten. Zum Zuhören und zur anschließenden Diskussion sind Gläubige aller Religionen – und auch Ungläubige – herzlich eingeladen. „Lies für Toleranz!“ soll als Initiative vom Deutschen Vorlesepreis einen kleinen positiven Beitrag leisten – für mehr und besseres gegenseitiges Verständnis und für ein friedvolles Miteinander der unterschiedlichen Religionen und ethnischen Gruppen in unserer Stadt.